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Beef mit Barbara

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Historischer Beitrag. Der Inhalt gibt den damaligen Stand wieder. Viele Artikel aus dieser Zeit sind Teil des Buches #BTW13: Bundestagswahl 2013 – Themen, Tools, Wahlkampf.

„Ministerin verbietet Fisch und Fleisch für Gäste“, titelte die Bild vor einer Woche und bezog sich dabei auf einen Beschluss des Bundesumweltministeriums, bei hauseigenen Veranstaltungen auf ein vegetarisches Catering zu setzen. Zugegeben, eine diskutierbare Maßnahme. Die aber durch die Begründung, das BMUB habe eine Vorbildfunktion wahrzunehmen, eine Daseinsberechtigung hat. Schließlich wissen wir ja eigentlich alle, welche Probleme Fleischkonsum, wie er in Industrieländern derzeit Usus ist, mit sich bringt.

Geht’s noch?

Dem karnivoren Bundesbürger muss das dennoch als Angriff auf seine Grundrechte erscheinen. Und die verteidigt man, natürlich, auf Twitter. Ganz vorne mit dabei: Die Politikerriege.

Dax @bmub wird zum Umerziehungslager https://t.co/zx1MBiiV2D

— Holger Franke (@Franke_FDP) 18. Februar 2017

FDP-Politiker Holger Franke zum Beispiel, der irgendwie gleich den Lagerbegriff einbrachte. Das Ministerium reagierte mit einem ein wenig unschlagfertigen „Geht’s noch?“. Dann aber entrüstete sich Christdemokrat Jens Spahn. Der war darauf bedacht, sich heroisch zu geben. Was nicht so ganz klappte.

Also wir waren heute lecker Fleisch essen. Gehört ja heutzutage schon fast Mut dazu. 😂 Gell, @bmub?

— Jens Spahn (@jensspahn) 19. Februar 2017

Ein Tweet der Marke „Guck Mal, was ich kann“, dachte sich das BMUB und reagierte gewitzt.

.@jensspahn Wohl an, Ihr tapferen Fleischesser, seid uns gegrüßt – ob well done oder medium!

— BMUB (@bmub) 19. Februar 2017

Als dann schließlich noch CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit seinem Mettbrötchen um die Ecke kam, hatte das Social Media Team um die Behörde von Barbara Hendricks seinen Stil endgültig gefunden.

.@petertauber Nein, die kriegen natürlich eine Abmahnung, wie sich das für eine richtige Behörde gehört! 😎

— BMUB (@bmub) 19. Februar 2017

Mittlerweile hat sich die erhitzten Gemüter abgekühlt. Wir sagen trotzdem: Chapeau, BMUB!

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