Glossar
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40 Begriffe
- AbgeordneteGewählte Mitglieder eines Parlaments. Sie vertreten die Bevölkerung, beschließen Gesetze und kontrollieren die Regierung.Personen
- AuftraggeberMedienhaus, Partei oder Organisation, die eine Umfrage finanziert. Der Auftraggeber beeinflusst Timing und Veröffentlichung — nicht zwingend das Messergebnis.Umfragen
- AusgleichsmandatZusatzsitz für andere Parteien, damit die Sitzanteile trotz Überhängen wieder dem Zweitstimmenverhältnis entsprechen. Im Bund seit 2025 abgeschafft, in vielen Ländern üblich.Mandate
- BriefwahlWahl per Brief statt im Wahllokal. Stimmen werden oft später ausgezählt und können das vorläufige Ergebnis in der Wahlnacht noch verschieben.Wahlen
- BundestagswahlWahl zum Deutschen Bundestag — in der Regel alle vier Jahre. Er hat seit 2025 feste 630 Sitze, vergeben nach dem Zweitstimmenanteil.Wahlen
- D’HondtDivisorverfahren, bei dem Stimmen durch 1, 2, 3 … geteilt werden. Es bevorzugt größere Parteien leicht und galt im Bundestag bis 1983.Wahlen
- DirektmandatSitz, den eine Person durch den Sieg im Wahlkreis (meist über die Erststimme) erhält. Im Bund seit 2025 nur mit Zweitstimmendeckung.Mandate
- ErststimmeStimme für eine Person im Wahlkreis. Wer die meisten Erststimmen holt, gewinnt den Wahlkreis — im Bund seit 2025 aber nur mit Zweitstimmendeckung.Wahlen
- FraktionZusammenschluss von Abgeordneten einer Partei (oder mehrerer) im Parlament — mit eigenen Rechten, Redezeiten und Organisation.Mandate
- FraktionslosAbgeordnete, die keiner Fraktion angehören — etwa nach Austritt oder Ausschluss, oder weil ihre Partei die Fraktionsstärke verfehlt.Mandate
- Gewichteter MittelwertZusammenfassung mehrerer Sonntagsfragen zu einem Trend: neuere und größere Umfragen zählen stärker als ältere oder kleine Stichproben.Umfragen
- GewichtungNachträgliche Anpassung der Rohantworten, damit die Stichprobe der bekannten Bevölkerungsstruktur (Alter, Region, früheres Wahlverhalten …) besser entspricht.Umfragen
- GrundmandatsklauselBundestagsregel: Wer mindestens drei Wahlkreise direkt gewinnt, zieht auch unter 5 % mit seinem Zweitstimmenanteil ein.Wahlen
- Gültige StimmenStimmen, die den Formvorschriften entsprechen und für die Sitzverteilung zählen. Ungültige Stimmen zählen zur Beteiligung, nicht zu den Parteianteilen.Wahlen
- Hare/NiemeyerQuotenverfahren der Sitzzuteilung: Sitze nach Anteil, Reste nach größtem Rest. Im Bundestag von 1987 bis 2005 angewendet.Wahlen
- HochrechnungSchätzung des Wahlergebnisses am Wahlabend aus bereits ausgezählten Gebieten — kein endgültiges amtliches Ergebnis.Umfragen
- KoalitionBündnis mehrerer Parteien, das gemeinsam regiert und eine parlamentarische Mehrheit sichern soll.Mandate
- LandtagswahlWahl zum Parlament eines Bundeslandes (Landtag, Abgeordnetenhaus oder Bürgerschaft). Wahlrecht, Hürden und Sitzverfahren unterscheiden sich je Land.Wahlen
- ListenmandatSitz über die Landes- oder Parteiliste — unabhängig vom Sieg in einem einzelnen Wahlkreis.Mandate
- ListenplatzRang einer Person auf der Landes- oder Parteiliste. Niedrige Nummern rücken zuerst in Listenmandate bzw. als Nachrückende nach.Personen
- MandatswechselWechsel im Parlament während der Wahlperiode: Ausscheiden, Nachrücken, Übertritt — ohne neue Wahl des ganzen Hauses.Mandate
- MdBMitglied des Bundestages — Abgeordnete oder Abgeordneter im Deutschen Bundestag.Personen
- MdLMitglied des Landtags — Abgeordnete oder Abgeordneter in einem Landesparlament (inkl. Abgeordnetenhaus/Bürgerschaft).Personen
- NachrückerPerson von der Liste, die nachrückt, wenn ein Mandat während der Wahlperiode frei wird.Mandate
- Online-PanelFester Pool registrierter Personen, die per Internet befragt werden. Schnell und günstig — aber nicht automatisch repräsentativ ohne gute Gewichtung.Umfragen
- Sainte-Laguë/SchepersDivisorverfahren der Sitzzuteilung: Stimmen werden durch 0,5; 1,5; 2,5 … geteilt, die größten Quotienten bekommen die Sitze. Es gilt im Bundestag.Wahlen
- SchwankungsbreiteStatistischer Unsicherheitsbereich einer Umfrage (oft „Fehlertoleranz“ genannt). Kleine Verschiebungen innerhalb dieses Bands sind meist nicht signifikant.Umfragen
- SitzverteilungAufteilung der Parlamentsmandate auf Parteien nach dem Wahlergebnis. Dafür gibt es mathematische Verfahren, die zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen führen.Wahlen
- SonntagsfrageKlassische Umfragefrage: „Wen würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“ Sie misst aktuelle Parteipräferenzen, kein Wahlergebnis.Umfragen
- SperrklauselMindestanteil an Stimmen (meist 5 %), den eine Partei für den Einzug ins Parlament braucht. Ausnahmen gibt es über Direktmandate oder für Minderheiten.Wahlen
- SpitzenkandidatÖffentlich herausgestellte Führungsperson einer Partei im Wahlkampf — oft Listenplatz 1, aber nicht identisch mit dem späteren Regierungsamt.Personen
- StichprobeDie Gruppe der Befragten, aus der auf die wahlberechtigte Bevölkerung geschlossen wird. Größe und Auswahl entscheiden über Aussagekraft und Fehlerband.Umfragen
- ÜberhangmandatZusätzlicher Sitz, wenn eine Partei mehr Direktmandate gewinnt, als ihr nach dem Stimmenanteil zustünden. Im Bund seit 2025 abgeschafft, in vielen Ländern noch üblich.Mandate
- UmfrageinstitutUnternehmen oder Forschungseinrichtung, die politische Umfragen erhebt und veröffentlicht — mit eigener Methode, Stichprobe und oft einem Auftraggeber.Umfragen
- WahlberechtigteAlle Personen, die bei einer Wahl wählen dürfen — Bezugsgröße für die Wahlbeteiligung.Wahlen
- WahlbeteiligungAnteil der Wählenden an allen Wahlberechtigten. Sie sagt nichts über die Parteianteile aus, wohl aber, wie viele Menschen mitentscheiden.Wahlen
- WahlkreisGeografischer Zuschnitt, in dem Direktkandidierende antreten. Jede Wählerin und jeder Wähler ist genau einem Wahlkreis zugeordnet.Wahlen
- WahlperiodeLegislaturperiode eines Parlaments — der Zeitraum von der Konstituierung bis zur nächsten Wahl bzw. bis zum Ende der Frist.Mandate
- ZweitstimmeStimme für eine Partei (Landesliste). Sie ist maßgebend für die proportionalen Sitzanteile im Parlament.Wahlen
- ZweitstimmendeckungBundestagsregel seit 2025: Ein Wahlkreissieger zieht nur ein, wenn sein Sieg durch die Zweitstimmen seiner Partei im Land gedeckt ist.Wahlen