Zur Vorbereitung des G20-Gipfels in Hamburg besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel Russland und Kremlchef Wladimir Putin in Sotschi. Es ist der erste Besuch der Kanzlerin in Russland seit 2 Jahren. Gesprächsthemen seien unter anderem der Syrienkrieg, die Konflikte in der Ostukraine und auf der Krim und G20. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz lobte Merkel den Jugendaustausch zwischen deutschen und russischen Studierenden, Putin hob die wirtschaftliche Entwicklung beider Länder hervor. Einig sei man sich in den Fragen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
Kanzlerin #Merkel in Sotschi: Gespräch mit Präs. #Putin u.a. über #G20, #Ukraine, #Syrien. PK gegen 14.30 Uhr live: https://t.co/ozwwr0ZdL7 pic.twitter.com/ofsHUh9Hy9
— Steffen Seibert (@RegSprecher) 2. Mai 2017
Merkel bittet Putin um Schutz
In Bezug auf die Entführung und Verschleppung Homosexueller in Tschetschenien bat Merkel den russischen Präsidenten, seinen Einfluss gelten zu machen um Minderheiten entsprechend zu schützen. Putin ging während der Pressekonferenz nicht auf diese Forderung ein und reagierte mit starrem Blick.
Merkel bittet #Putin Minderheitenrechte von Schwulen in Tschetschenien zu garantieren. Putins Gesicht undurchdringlich #Sotschi
— Anne Gellinek (@a_gellinek) 2. Mai 2017
Putins Einfluss auf’s Ausland
Auf die Frage der Deutschen Presseagentur, inwiefern Russland Einfluss auf den US-amerikanischen Wahlkampf genommen habe, erklärte Putin, Russland würde niemals Einfluss auf die Politik anderer Länder nehmen. Leider würden andere Staaten immer wieder versuchen Einfluss auf Russlands Innenpolitik nehmen. Die DPA sprach Putin außerdem auf den Syrienkonflikt an. Putin habe viel Einfluss auf Assad, dennoch sei der Konflikt noch längst nicht gelöst. Putin entgegnete, dass das syrische Volk am meisten Einfluss auf Assad habe und man an Lösungen arbeite. Die Ursache des Bürgerkriegs sei die Zersplitterung der Bevölkerungsgruppen, so der russische Präsident.
Weitergehen in kleinen Schritten.
Das deutsch-russische Verhältnis bleibt angekratzt. Merkel betonte mehrmals während der Pressekonferenz, dass sie und Putin unterschiedlicher Meinungen seien, was die meisten Themen betreffe. Wichtig sei es jedoch, niemals aufzuhören miteinander zu reden. Besonders trifft dies auf die Lage in der Ukraine zu. „Es fehlt an der Umsetzung und nicht an Abkommen“, so Merkel, als ein Journalistin den Sinn des Minsker Abkommen in Frage stellte.
Doch eine warmherzige Verbindung sieht anders aus. Auf der Bühne dominieren die russiscen Flaggen, beide Parteien starren auf das Pult, während der andere spricht. Sie erinnern an Eltern, die sich um sehr viele gemeinsame Kinder und deren Porbleme kümmern müssen. Man braucht einander und hofft, dass das irgendwie noch funktionieren wird, mit der Zweckbeziehung.
Merkel trifft Putin – Kurzer Arbeitsbesuch unter Palmen https://t.co/MaoyyMIysk #Merkel #Putin
— tagesschau (@tagesschau) 2. Mai 2017
Helena Serbent
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