Die Identitäre Bewegung, kurz IB, ist ein loser Zusammenschluss mehrerer völkisch-nationaler Gruppen, die dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet werden. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet, der die Mitgliederzahl in Deutschland mit rund 300 Leuten als gering beziffert. Aktive Bündnisse gibt es in Deutschland, Österreich und Italien. Hervorgegangen ist die IB aus der französischen Jugendbewegung Generation Identitaire. Mit Guerilla-Aktionen nach linkem Vorbild schaffen sie es regelmäßig in die Medien. 

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Für die meisten ist es der Sommerurlaub, schließlich sind gerade Semesterferien. Wobei die vergangenen Wochen wohl nicht ganz so erholsam waren, hier gab es Probleme, dort Komplikationen. Nach einer kleinen Odyssee ist man aber nun wieder auf Kurs und bald dort, wo man hinwill. Dann erst beginnt die wirkliche Arbeit, 16 Seemeilen vor der libyschen Küste. Ihr Motiv: Europa verteidigen. Die Protagonisten dieses völkischen Sommermärchens sind sechs junge Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien, die der rechtsextremen Identitären Bewegung angehören. Seit einigen Tagen machen sie Schlagzeilen auf dem Mittelmeer.

Die Festung Europa verteidigen

Mitte Mai hatten die Identitären eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um Spenden für eine Search-and-Rescue-Aktion mit dem Titel „Defend Europe“ zu sammeln. Man setzte sich die Aufgabe, Europa zu retten, illegale Migration zu stoppen und das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden. Eine humanitäres Ideal also? Zumindest verpackt es die Gruppierung so. Der Zweck der Mission gibt allerdings Zweifel auf. Im Kern geht es nämlich darum, die NGOs zu stören, die auf der Flüchtlingsroute zwischen Libyen und Europa in Seenot geratene Flüchtlinge retten. Laut Robert Timm, Architekturstudent und Berliner Regionalleiter der Identitären, sind die schließlich „nur der verlängerte Arm der Schlepper“.

Eine plakative Aktion, die aber zugegebenermaßen ihr Ziel nicht verfehlt. Im Juli hatte die Bewegung dann so viel Geld gesammelt, dass sie ein Schiff chartern konnten. Seitdem berichteten quasi alle deutschen Leitmedien über das Vorhaben – der Spiegel, die SZ, die Zeit, die Bild, die FAZ, die taz und zahlreiche kleinere Nachrichtenportale.
Einige Startschwierigkeiten spielten den Identitären dabei medienwirksam in die Karten. Denn nachdem das Boot in Djibouti aufgebrochen war und Kurs auf Catania genommen hatte, ließ die Ägyptische Hafenbehörde gewisse Formalitäten beanstanden, die die Zusammensetzung der Crew betrafen, und hinderte diese am Passieren des Suez-Kanals. Nur wenige Tage später wurde ein Teil der Besatzung auf Nordzypern festgenommen. Der Vorwurf lautete Verdacht auf gefälschte Papiere und Menschenschmuggel. Ein Teil der tamilischen Crew hatte anscheinend Geld für die Überfahrt bezahlt und in Zypern Asyl beantragt. Da überschlugen sich die Zeitungen natürlich vor Häme. Die IB tat alles als Intrigen ab und konnte kurze Zeit später die Fahrt fortsetzen. Ziel: Endlich Sizilien.

Während die C-Star, so der Name des Schiffs, auf ihrer Reise feststeckte, mehrte sich in Catania die Anzahl an Wartenden. Gelockt vom großen Social-Media-Getöse und der umfassenden Berichterstattung fanden sich Unterstützer aus mehreren Nationen, um die Retter Europas willkommen zu heißen. Es formierte sich aber auch Widerstand. Neben dem Bürgermeister der sizilianischen Hafenstadt prangerten zahlreiche andere Stimmen die Aktion an, die Kampagnen-Bewegung Avaaz startete eine maritime Protestaktion.

Warum es sich die Schiffscrew dann doch anders überlegte und stattdessen direkten Kurs auf Libyen nahm, wissen zur Zeit vermutlich nur die Verantwortlichen selbst. Dass der wahrscheinlich von beiden Fraktionen der Wartenden erhoffte Besuch ausblieb, ist aber für das Weiterspinnen der Legende der Identitären unwichtig. Denn bei deren Internationalisierung könnte Catania nichtsdestotrotz ein wichtiger Meilenstein gewesen sein.

Der Türöffner zur globalen Rechten?

Man könnte meinen, es sollte einem schon zu denken geben, dass es überhaupt eine nennenswerte Anzahl an Supportern auf eine Insel am südlichen Zipfel Europas zieht, nur, um ein paar rechte Aktivisten dafür zu feiern, dass sie Menschen, die andere Menschen vor dem Ertrinken retten, einen Knüppel zwischen die Beine werfen wollen. Interessant wird es aber, wenn man sich anschaut, aus welchen Ecken der Welt diese Supporter angereist kommen.

Da wäre zum einen Katie Hopkins, Kolumnistin von Mail Online, die einmal öffentlich Flüchtlinge als Kakerlaken bezeichnete und vom Radiosender LBC hinausgeworfen wurde, nachdem sie in den Stunden des Anschlags von Manchester eine „Endlösung“ forderte. Sie traf in Catania auf Peter Sweden, einen schwedischen Journalisten und Gleichgesinnten, der eine noch etwas radikalere Einstellung pflegt. Das gemeinsame Foto verschwand nach kurzer Zeit von Hopkins‘ Twitter-Feed.

Aus Übersee machte sich zum einen die US-amerikanische Bloggerin Brittany Pettibone auf den Weg (35.000 Abonnenten auf Youtube). Die Trump-Unterstützerin ist eins der weiblichen Aushängeschilder der Alt-Right-Bewegung und vertritt unter anderem auf YouTube Theorien wie die des „White Genocide“, die davon ausgeht, dass Immigration, Abtreibung etc. in vornehmlich weißen Staaten propagiert werden, um die weiße Rasse zu unterjochen.
Zum anderen ist da noch Laura Southern. Die Kanadierin reist bereits seit einiger Zeit mit den Identitären herum und dokumentiert deren Treiben. Ein Video auf ihrem 300.000 Abonnenten starken YouTube-Kanal zeigt, wie sie mit einer kleinen Bootscrew das Schiff der Hilfsorganisation „SOS Mediterranee“ blockiert. Mit Klickzahlen, von denen die europäische Rechte bislang nur träumen kann, basteln die beiden kräftig an der Online-Präsenz der alternativen Rechten in Nordamerika. Und werden mit ihrem Engagement in Europa zu transatlantischen Vermittlern zwischen den Szenen.

Nicht, dass die sich zuvor nicht auch schon miteinander beschäftigt hatten. Das rechtsnationale Outlet Breitbart News, das von Trumps Chef-Strategen Steve Bannon geleitet wurde, berichtet seit geraumer Zeit über die Identitären. Entsprechende Artikel mit dem Tag „Generation Identity“ gehen zurück bis ins Jahr 2015. Aber tatsächlich scheint Defend Europe der Coup zu sein, der der Bewegung in den USA nicht nur die Aufmerksamkeit großer Nachrichtenkonzerne wie der New York Times oder der Washington Post verschafft, sondern auch Anerkennung in den einschlägigen Kreisen.
Ein prominenter Spender ist zum Beispiel der Neonazi und ehemalige Ku-Klux-Klan-Vorsitzende David Duke, der schon Ende Juni in einem Tweet zu Spenden für Defend Europe aufrief. Dasselbe tat die Nazi-Infoseite Daily Stormer sowie natürlich Richard Spencer, der sich im Laufe der Meme-lastigen Präsidentschaftskampagne 2016 zur Ikone der Alt-Right-Bewegung mauserte, deren Namensgeber er im Übrigen ist. In seinem gleichnamigen Online-Magazin, altright.com, befasst auch er sich mit den Identitären. Die Berichterstattung hat eine klare Message: Der weiße Westen muss zusammenhalten. Helft den Jungs in Europa!

Zusammen sind sie stark

Mit Sorge beobachtet der Extremismusforscher Amarnath Amarasingam von der George Washington University, DC, diese Entwicklung. Bisher hätten Gruppen wie die IB einen unbedeutenden Outsider-Status gehabt. Das ändere sich gerade.
„Falls wir eine gegenseitige Annäherung hin zu einer internationalen Bewegung entdecken und [die Gruppen] anfangen, sich Ressourcen zu teilen und so mehr Unterstützung zu sammeln“, so Amarasingam, „dann könnte es ein echtes Problem geben.“

Dabei ist es auch kontraproduktiv, dass die deutschen Medien und Politiker die Identitären eher klein reden. Rund 300 Mitglieder zählt der Verfassungsschutz in Deutschland, unter dessen Beobachtung die Bewegung steht; in ganz Europa seien es vielleicht um die 500. Die Zeitungen werden nicht müde, das zu erwähnen, vergessen dabei aber, dass Vereinsmitgliederzahlen (die IB ist ein eingetragener Verein) nicht proportional zum Einfluss einer Gruppe verlaufen. Dem entgegen stehen nämlich knappe 140.000 Likes auf Facebook, die die deutsche, österreichische und italienische Likepage unter Verwendung desselben Corporate Designs zusammentragen. Rechnet man da noch die 60.000+ Likes der französischen Mutterorganisation Les Identitaires hinzu, kommt die Bewegung auf mehr Likes als die jeweiligen Seiten der CDU, CSU, SPD, FDP, Grünen und – knapp – die Linke.

“If they start to share resources and gain more support, then there could be a real problem”

Woher kommt die Begeisterung? Wenn man die Bewegung untersucht, ihre Mitglieder und ihre Facebook-Follower analysiert, sieht man erstaunlich viele gebildete junge Menschen, die pfiffig im Umgang mit Social Media sind und keine Scheu vor intellektuellen Auseinandersetzungen haben. Jedenfalls inszeniert man sich so. Da ist zum Beispiel die Österreicherin Alina Wychera, die auf Instagram unter dem Namen alina.rauheneck bloggt (2.700 Follower). Auf den ersten Blick ein Account unter tausenden. Warme Filter, Dielenböden, Schreibmaschine, ein Faible für Literatur, ein paar lasziv angehauchte Selbstportraits. Mal hält sie es mit Houellebecq, mal mit Kierkegaard. Sogar ein Buch über die weiße Rose schafft es auf ein Photo. Und dazwischen: Die neue Weltordnung, Still Not Loving Antifa, die Identitären.

A woman’s handbag #pepperspray #chanel #lipstick #heym #identitariangirls #handbag

Ein Beitrag geteilt von Alina Wychera (@alina.rauheneck) am

Dann ist da noch Melanie aka rebellanie (2.000 Follower). Sie posiert mal nachdenklich mit Gitarre, mal sportlich mit Rennrad, mal angriffslustig mit kurzem Kleid und Baseballschläger. Darunter ein Foto, wo sie von der Polizei abgeführt wird. Daneben Adorno, daneben Feminismus. Im Kommentarbereich finden sich neben Deutschen und Österreichern auch Fans aus England.

Das ist es, was die Identitären so interessant macht für junge Menschen, die einen Bezugspunkt suchen. Das sind keine tumben Nazis, die in schwarz-rot-weiß auflaufen und denen die eigene Unbedarftheit ins Gesicht gemeißelt steht. Sondern ganz normale Mädels, die im Park mit Freunden Bier trinken, Klamotten bei & Other Stories kaufen und nebenher gegen die Überfremdung des Abendlandes demonstrieren gehen.

Dass hinter der Ästhetik und dem intellektuellen Gepose doch die alten Ideale stecken, sieht man bei Martin Sellner. Der „Leiter“ der Identitären Österreich ist mit über 20.000 Likes das bekannteste Sprachrohr der Bewegung. Als Koordinator von Defend Europe war es vor allem Sellner, der den humanitären Aspekt der Aktion hervorhob. Sein Facebook-Coverbild zeigt die C-Star, die ein riesiges Banner ziert, auf dem steht: Stop Human Trafficking! Stoppt Menschenschmuggel also.
Auf der anderen Seite scheint Sellner per du zu sein mit dem Who-Is-Who der Neuen Rechten. Man sagt ihm ein gutes Verhältnis zu den AfD-Politikern Höcke und Poggenburg nach. Auch mit dem Compact-Herausgeber Jürgen Elsässer pflegte er in der Vergangenheit Umgang. Und natürlich mit Götz Kubitschek, für dessen Magazin Sezession Sellner tätig war. Kubitschek ist einer der intellektuellen Vordenker der Neuen Rechten. Er verfechtet – schon seit Längerem –  die Theorie des Ethnopluralismus, die in den letzten Jahren in der rechten Szene immens an Popularität gewonnen hat. Sie argumentiert im Gegensatz zu den herkömmlichen rassistischen Theorien nicht von einem biologischen Standpunkt aus, der einen Wertigkeitsunterschied zwischen den „Rassen“ feststellt. Jede Gesellschaft habe jedoch eine Identität, die es zu bewahren gelte, was aber voraussetzt, dass die Kulturen unter sich bleiben. Kurz: Jeder dahin, wo er hingehört. Rassismus ohne Rassen nannte das der Sozialwissenschaftler Stuart Hall.

Auf Grundlage dieser Theorie konstituiert sich auch das Selbstverständnis der Identitären, wie auch das eines großen Teils der Alt-Right-Bewegung in den USA. Kombiniere das mit der geschickten Darstellung eines rechten Lifestyles und plötzlich erklärt sich das Gefahrenpotenzial.

Die neue Subkultur

Denn das, was sich jenseits des Atlantiks seit einiger Zeit zusammenbraut, ist nichts weniger als eine Subkultur aus dem politischen Rechtsaußen, die stückweise den Mainstream erobert. Rechtsalternativ zu sein ist ein Lifestyle, wie es früher die Hippie- oder die Punkbewegung war. Aber Subkultur im digitalen Zeitalter funktioniert anders. Die moderne Geschichtsschreibung nennt immer wieder Orte, denen für die Entstehung und Mystifizierung verschiedener Subkulturen eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde. Für die Hippies war das San Francisco im Allgemeinen, die Berkeley-Universität im Speziellen, für die amerikanischen Punks New York und das CBGB. Doch die neuen Bewegungen entstehen dezentral. Das minimiert auch die Eintrittsbarrieren.
Um am neuen rechten Denken mitzuwirken, reicht es, das ein oder andere Forum zu kennen und der englischen Sprache mächtig zu sein. Man kann sich bereits als Teil der Bewegung identifizieren, wenn man am anderen Ende der Welt wohnt und um zur „guten Sache“ beizutragen, muss man nicht einmal das Haus verlassen.

Natürlich gelten dieselben Voraussetzungen theoretisch auch für die globale Linke, vertreten durch Gruppen wie Black Lives Matter. Allerdings fehlt dort der entscheidende Drive, das Aufrührerische, das verloren ging, als sich die linken Ideale in der Mehrheit der Gesellschaft verankerten. Die Rechten führen die Revolution, die den Linken versagt blieb und dabei haben sie es einfach. Denn sie kämpfen in erster Linie nicht für, sondern gegen etwas. Das erlaubt ihnen, die verschiedenen meinungspolitischen Ausprägungen innerhalb ihrer eigenen Kultur hintenanzustellen.
Und potenzielle Reibungspunkte gibt es reichlich. Alte Liberale, die in der Political Correctness faschistische Tendenzen erkennen, klassische Neonazis, Antisemiten, Juden, christliche Fundamentalisten, Homosexuelle, sie alle stellen einen Teil der alternativen Rechten. Doch die gemeinsamen Feindbilder, das liberale Establishment und der Islam, kreieren einen Handlungsspielraum für Kooperationen, den die Linken nicht bewältigen können.

Der Gedanke einer rechten Subkultur ist im Übrigen keine Spinnerei linker Hobby-Soziologen, sondern wird auch im rechten Spektrum diskutiert. In zahlreichen Subreddits findet ein mal mehr, mal minder geistreicher Gedankenaustausch über die Zukunft einer dominanten Rechten statt. Die Nazi-Website Daily Stormer schreibt in einem Artikel mit dem Titel Alt-Right Mission: Creating a Subculture Which Becomes the Dominant Culture: „Es spielt keine Rolle, wie wir [uns] nennen, sondern lediglich, welche Vorteile ein bestimmter Name unserer Agenda verschaffen kann.“

Und seit reaktionäre Polemik mit Donald Trump wieder salonfähig geworden ist, ist diese rechte Subkultur auf einem steilen Weg. Sie hat sich von ihrem Mutterleib, dem Internet, emanzipiert und im öffentlichen Leben breitgemacht. Trotzdem funktioniert sie immer noch nach den Mechanismen der Moderne. Man vernetzt sich weiterhin online, Blogs verbreiten die Ideologie, Proteste und Aktionen werden auf Facebook und Twitter organisiert. Und Schlüsselfiguren wie Richard Spencer und Milo Yiannopoulos, aber auch Martin Sellner legitimieren diese Bewegung parallel dazu im echten Leben.
Angela Nagle, Autorin des Buchs „Kill All Normies: Online Wars from 4chan and Tumblr to Trump and the Alt-Right“, stellt im Bezug auf die amerikanische Alt-Right fest:

„Es ist nicht lange her, dass [die verschiedenen Strömungen] verschmolzen sind. Einige der Jüngeren, die erst in den letzten Jahren dazukamen, fingen als Trolle an und sagten ausfallende Dinge, einfach um ihrer selbst Willen. Es war wie Performance-Kunst, eine Art Spiel. Nun, würde ich sagen, hat sich das geändert, besonders, da radikalere und organisierte Teile der extremen Rechten auf diese Bewegung aufgesprungen sind und auf die ein oder andere helfen, sie zu legitimieren.“

Das schlägt wiederum den Bogen zurück zu den Identitären. Sie sind der junge hippe Part einer deutschen alternativen Rechten. Sie ermöglichen es jungen Menschen, reaktionäres Denken mit zeitgemäßem Lifestyle zu kombinieren. Und so ungefährlich oder unbedeutend im Licht ihrer geringen Mitgliederzahl auch wirken mögen, so schaffen sie doch durch ihren Aktionismus, ihre Zugänglichkeit und ihre Online-Präsenz die Legitimationsgrundlage für eine rechte Subkultur.

Das angeführt sollte man mahnen, diese Verquickung der europäischen und internationalen Rechten im Auge zu behalten. Denn auch, wenn jede Subkultur eine begrenzte Haltbarkeitsdauer hat, bleiben die ihr immanenten Ideen bestehen. Und bis dahin ist die Aussicht auf den Zuwachs an Reichweite, den die hiesigen Rechten durch ihre amerikanischen Brüder im Geiste gewinnen könnten, auch nicht gerade rosig.
Ähnlich wie die Realität. Denn in der Zwischenzeit verteidigen die selbsternannten Grenzwächter weiterhin Europas Freiheit auf dem Mittelmeer, während ihr Spendenkonto immer fetter wird. Dabei scheint ihnen das Schicksal in die Karten zu spielen. Am Mittwoch beschlagnahmte die italienische Polizei das Schiff „Iuventa“ der Hilfsorganisation Jugend Rettet. Der Vorwurf: Verdacht der Begünstigung illegaler Einwanderung. Defend Europe kann also schon erste Erfolge verbuchen, bevor die Aktion überhaupt richtig angelaufen ist.

 

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Louis Koch

Louis Koch

Redakteur bei appstretto
Louis studiert Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Er hat Spaß am Texten und Konzipieren, vor allem, wenn es um Politik geht. Bei appstretto ist er als Redakteur unter anderem für die Inhalte von wahl.de zuständig.
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