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Bundespräsident: Steinmeier und Lammert sind beliebteste Kandidaten
Historischer Beitrag. Der Inhalt gibt den damaligen Stand wieder. Viele Artikel aus dieser Zeit sind Teil des Buches #BTW13: Bundestagswahl 2013 – Themen, Tools, Wahlkampf.
Die Deutschen wollen Frank-Walter Steinmeier (SPD) oder Norbert Lammert (CDU) als neuen Bundespräsidenten. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Internet-Plattform wahl.de hervor.
Demnach wäre für mehr als jeden Fünften der derzeitige Bundesaußenminister Steinmeier (21,2%) der beste Nachfolger für Joachim Gauck. Steinmeier liegt damit knapp drei Prozentpunkte vor dem jetzigen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (18,7%).
wahl.de hat sieben in der Diskussion stehende Kandidaten zur Wahl gestellt. Die neben Steinmeier und Lammert vorgeschlagenen Personen liegen weiter abgeschlagen im einstelligen Bereich: Der TV-Richter Alexander Hold, nominierter Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten für die Freien Wähler kommt demnach auf 9,0 Prozent. Gefolgt von Petra Roth (CDU), ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, mit 6,6 Prozent, die gleich auf mit der Chefin der CSU-Landesgruppe Gerda Hasselfeldt (6,6%) liegt. 5,9 Prozent der Deutschen finden, Wolfgang Huber, parteilos und ehemaliger Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche Deutschlands, wäre der beste kommende Bundespräsident. 5,6 Prozent halten den von der Alternative für Deutschland (AfD) nominierten Albrecht Glaser für den geeigneten Kandidaten. Mehr als ein Viertel der Befragten gab an, dass sie keinen der Genannten als ihren Favoriten sehen.
Überparteiliche Zustimmung für Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier erhält Zuspruch aus allen Lagern. Fast die Hälfte der Anhänger der SPD (46,4%) stimmt für ihn. Die Zustimmung für Steinmeier unter den Sympathisanten der Union (17,5%), Grünen (19,5%) und der FDP (21,0%) verteilt sich ähnlich. Ebenso stimmen 19,4 Prozent der Nichtwähler für ihn. Einzig bei den Linken-Anhängern (13,9%) und denen der AfD (8,3%) schneidet Steinmeier verhältnismäßig schlecht ab.
Die Befragung geht weiter
Zum Stand der Ergebnisermittlung wurden 2.231 Teilnehmer berücksichtigt. Die repräsentative Online-Umfrage unter allen Wahlberechtigten in Deutschland erfolgte mit Stand vom 19.10.2016. Der statistische Fehler beträgt 4,2 Prozent.
Bei der Umfrage handelt es sich um laufende Befragungen. wahl.de wertet diese regelmäßig aus. Nachfolgend kann weiterhin teilgenommen werden.